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Tag 6: Fährmann, sing mir die See

Gleitende Schiffe und verspätete Ankünfte heute für 69 Euro zwischen Emden, Borkum, und Emshaven.

Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück im Grand Cafe, welches sich schon von dem Desaster der Koblenzer Variante dadurch abhob, dass man mir hier den Kaffee förmlich aufdrängte, statt nach der ersten Tasse schon zu knausern, musste ich eine Entscheidung treffen: Mit dem Bus nach Leer und dann mit Bus und Zug über Weener nach Groningen, oder viel Geld in die Hand nehmen und Emden -> Borkum -> Eemshaven, NL -> Groningen, NL mit der Fähre.

Ein letzter Blick auf den Binnenhafen bevor es zur Fähre geht

Letzteres gewann den Kampf der zwei Herzen in meiner Brust.

Aber zuerst musste ich von Emden zum Außenhafen. Wozu man ein Linientaxi bestellen muss, was ich natürlich nicht getan hatte. Oder die zwei Ukrainerinnen, die auch zum Hafen wollten. Zum Glück fuhr eine nette Dame da ohnehin hin, und der Taxifahrer war nicht allzu sehr besorgt, dass statt eines Fahrgastes vier mitfuhren.

Am Hafen traf ich Micha, einen ehemaligen Zugführer des Bundesgrenzschutz, der jetzt auf Sozialarbeiter umsattelt und sich als Einweiser das Studium finanziert. So ging die Stunde dann mit Tee und Schnacken auch ganz schnell rum.

49€ kostet der Spaß, inklusive Upgrade zur „Captain’s Lounge“ für vier Euro. Dafür bekommt man einen schöneren Sitzplatz und einen Kaffee gratis (3.90€). Mit dem Katamaran nach Borkum ist Spaß, man gleitet sanft über die rauhe See, drinnen gibt’s den besagten Kaffee, und draußen haut es einem die Gischt ins Gesicht, was ich eigentlich ganz gerne mag.

Die „Nordlicht II“ die mich nach Borkum gebracht hat.

In Borkum war mein Anschluss ein paar Minuten später, also sparte ich mir die Inselerkundung und war als erster in der Schlage.

Es gibt keinen besseren Beweist, dass der Mensch (und damit meine ich uns alle) erstens saublöd und zweitens ein Arschloch ist als Schlangen an Schiffen und Flugzeugen. Selbst wenn Flugzeuge auf erneuerbaren Einhorntränen umweltfreundlich fliegen würden, den Scheiß würde ich mir auch dann nur im Notfall antun. Trotz meines frühen Erscheinens war ich einer der Letzten auf dem Schiff, da ich es einfach nicht einsehe, drängelnden Idioten etwas entgegenzusetzen. Wir kommen letztendlich alle zum gleichen Zeitpunkt am anderen Ende an.

Was wir dann auch, ein 20€ Sandwich und Soda später, mit einer kleinen Verspätung taten.

Bin Grenzgänger.

Jene kleine Verspätung hatte es dann aber in sich: statt mit dem 16:16 Zug nach Groningen zu kommen, warte ich immer noch auf den 19:16, der mich nach der Schließung meines Hostels in der Stadt abliefert. Kann ich nur hoffen, dass die auf mich warten.

Ich freue mich auf Stroopwavel und Poffertjes in der Altstadt morgen früh, egal wo ich schlafe…

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